Liebe Festival-Besucher,
Staunen ist der Menschheit bestes Teil, könnte es frei nach Goethe heißen, wenn man das Unvorhersehbare, das Unglaubliche, das Wunderbare erlebt. Albert Einstein hat es so umschrieben: „Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.“
Während Kinder noch häufig staunen, staunen wir Erwachsene – leider – nur noch selten, sehr selten. Häufiger als irgendwo sonst kann es uns in der Musik widerfahren. Und mit Sicherheit werden wir es beim diesjährigen Festival der Nationen wieder erleben dürfen. Wenn Maxim Vengerov die Prager Philharmoniker dirigiert oder wenn David Garrett mit seinem Bogen die Saiten seiner Violine streicht und so sein Instrument zum Leben erweckt. Und dies sind nur zwei der Höhepunkte, welche die Organisatoren im Jahre 2011 für uns geplant haben.
Auch dieses Jahr ist ein Programm gelungen, das aus einer ganzen Kette von musikalischen Glanzlichtern besteht. Über eine gesamte Woche hinweg werden uns die Künstler mit Ihrem Können, mit exquisiten Klängen verzaubern und in den Bann schlagen.
Dafür will ich dem Intendanten und natürlich den Musikern herzlich danken. Ich hoffe sehr – nein: ich weiß – dass wir von diesen wundervollen musikalischen Ereignissen bis zum Festival der Nationen im Jahre 2012 zehren können. Dass wir, wann immer wir im Alltag an diese Musik zurückdenken, ins Staunen verfallen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Festival-Besuchern wunderbare Stunden und den Veranstaltern den wohlverdienten Besucherandrang.
Dr. Beate Merk,
Bayer. Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
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