Festival der Nationen 2010

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mit Nikolai Tokarev
am 1.10.2010
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Professor Christoph Adt (künstlerischer Leiter)
Vizepräsident der Hochschule für Musik und Theater München

adt

Wolfgang Rihm zeigte sich begeistert, als Christoph Adt 1995 bei den "Tagen für Neue Musik Stuttgart" seine Orchesterstücke "Ungemaltes Bild" und "Spur" aufführte: "Während der letzten Proben konnte ich Christoph Adts Arbeit bewundern und ihn als überaus professionellen Orchestererzieher kennen lernen."

Joachim Kaiser, bei dem der angehende Musiker an der Stuttgarter Musikhochschule studiert hatte, bescheinigte ihm die Fähigkeit, "unter schwierigsten Verhältnissen seine hochmusikalischen Vorstellungen und Interpretationsabsichten mit freundlicher Beharrlichkeit" durchsetzten zu können.

Mit mehreren Preisen, darunter dem 1. Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Lugano, schloss Christoph Adt seine Ausbildungszeit an der Stuttgarter Musikhochschule (Kapellmeisterstudium bei Thomas Ungar und Ferdinand Leitner) ab. Es folgte eine Zeit als Assistent des Chefdirigenten beim NDR Rundfunkorchester Hannover. Gleichzeitig übernahm der junge Dirigent einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Stuttgarter Musikhochschule sowie die kommissarische Leitung des Hochschulorchesters (1994-1997). Als Christoph Adt 1998 einem Ruf als Professor an die Münchner Musikhochschule folgte, hinterlies er nicht nur an der Stuttgarter Musikhochschule eine Lücke, sondern auch im Stuttgarter Musikleben, wo er u.a. als Leiter des jungen Kammerorchesters Stuttgart hochgelobte künstlerische Arbeit geleistet hatte. Mit dem Ensemble war Christoph Adt außerdem in Russland China und Kanada auf Tournee.

Inzwischen hat sich Christoph Adt nicht nur als hochbegabter Orchesterpädagoge, sondern auch als feinsinniger Dirigent einen Namen gemacht. Einladungen und Gastspiele führten den engagierten Musiker durch ganz Europa, als Gastdirigent an das Rumänische Rundfunkorchester nach Bukarest sowie nach Japan, wo er 1998 mit der Japan Philharmonic in Tokio auftrat.

Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks studierte er Xenakis "Anastenaria" und "Die Glocken" von Alexander Nevsky ein. Im vorigen Jahr leitete er im Gustav-Mahler-Musiksaal in Toblach eine Aufführung von Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ und war mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms mit der Enescu-Philharmonie in Bukarest zu hören.

Christoph Adt ist bis heute ein gefragter Pädagoge. Er ist regelmäßig Dozent bei den Crescendo-Kursen im ungarischen Sártospatak.


Mitglieder des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks (Dozenten)
Marije Grevink, Violine
Christiane Hörr, Bratsche
Stefan Trauer, Violoncello

Hochschule für Musik und Theater München (Dozent)
Professor Wolfgang Gaag, Horn

 
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grevink

Marije Grevink

Die Niederländerin Marije Grevink begann ihr Violinstudium bei Piet 't Hart an der Musikschule Veldhoven (NL) und setzte es am Königlichen Konservatorium Den Haag bei Jaring Walta fort. Zugleich besuchte sie Meisterkurse von Herman Krebbers, Mauricio Fuks, Alexander Kerr u.a. und studierte an der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bei den Konzertmeisern dieses Orchesters.

Marije Grevink war Preisträgern bei verschiedenen Wettbewerben in den Niederlanden. Sie trat als Solistin mit verschiedenen Orchestern auf und gab als Mitglied diverser Kammermusikensembles Konzerte im In- und Ausland. Als Konzertmeisterin des Schleswig-Holstein Musik Festival Orchesters und des Gustav Mahler Jugendorchesters machte sie Konzerttourneen durch ganz Europa. Marije Grevink spielte gelegentlich im Mahler Chamber Orchestra und ist Mitglied des Orange String Trios. Seit Februar 2003 ist sie Erste Geigerin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

 
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Christiane Hörr

Christiane Hörr

Christiane Hörr war mehrfache Preisträgerin im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«, bevor sie ihr Bratschenstudium bei Jürgen Kussmaul in Düsseldorf aufnahm.

Später wechselte sie zu Bruno Giuranna nach Berlin, außerdem besuchte sie Meisterkurse bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian. Danach verbrachte sie als Stipendiatin des DAAD ein Studienjahr an der renommierten Indiana University in Bloomington (USA).

Ihre erste Orchesterstelle trat Christiane Hörr dann 1988 im Chamber Orchestra of Europe an. 1990 kam sie zum Bayerischen Rundfunk, wo sie zunächst im Symphonieorchester spielte, 1998 als Stellvertretende Solo-Bratschistin zum Münchner Rundfunk-orchester wechselte und seit 2005 wieder Mitglied des Symphonieorchesters ist.

Christiane Hörr spielt in verschiedenen Kammermusikvereinigungen und nimmt seit 1992 an Projekten des Consortium Classicum teil.

 
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trauer

Stefan Trauer

Stefan Trauer, geboren 1957 in Stuttgart, erhielt seinen ersten Unterricht bei Siegfried Barchet. Nach Studien bei Antonio Janigro (Stuttgart) und Erling Blöndal Bengtsson (Köln) war er von 1979 bis 1985 Solocellist im Württembergischen Kammerorchester, mit dem er öfters als Solist auftrat.

An der Gesamteinspielung der Kantaten Johann Sebastian Bachs durch Helmuth Rilling wirkte er als Continuocellist mit.

Seit 1985 ist er Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und widmet sich außerdem besonders der Kammermusik, welche ihn neben häufiger Mitwirkung bei Konzerten mit Übertragung des Bayerischen Rundfunks auch zu Engagements im europäischen Ausland sowie nach Japan führte. Als Solocellist nimmt er seit Bestehen der Streicherakademie Bozen regelmäßig an deren Projekten teil.

 
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Natalie Schwaabe

Natalie Schwaabe

Natalie Schwaabe wurde in Tokio geboren und wuchs in Hongkong auf, wo sie ihre musikalische Ausbildung begann.

Sie studierte bei Paul Meisen an der Musikhochschule, München und machte dort 1993 ihr Meisterklassendiplom. Daneben studierte sie bei Aurèle Nicolet.

Ihre Orchesterlaufbahn startete sie 1991 als Solo-Flötistin bei den Münchner Symphonikern, 1993 wechselte sie zum Münchner Rundfunkorchester, und seit 1996 ist sie Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Natalie Schwaabe, die u. a. beim Wettbewerb des Internationalen Prager Frühlings (1996) und beim Internationalen Carl-Nielsen-Flöten-Wettbewerb in Odense (1998) ausgezeichnet wurde, engagiert sich neben der Orchesterarbeit als Solistin und Kammermusikerin. Im Herbst 1999 übernahm sie an der Münchner Musikhochschule einen Lehrauftrag für Piccoloflöte.

 
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gaag

Professor Wolfgang Gaag


Wolfgang Gaag (geboren in Waldsassen) begann nach dem Abitur seine Studien zum Tonmeister an der TU Berlin und an der Hochschule für Musik-Berlin (Hauptfach Horn bei Prof. Alfred Gohlke).

Während seines Studiums war er Solo-Hornist beim RIAS-Jugendorchester und beim Jeneusses Musicales Weltorchester. In die Zeit seines Abschlussexamens fiel sein erstes Engagement als Solo-Hornist der Bamberger Sinfoniker (1969). In selber Position wechselte er an das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, wo ihn Sergiu Celibidache als Solo-Hornisten zu den Münchner Philharmonikern verpflichtete.

Dem Ruf als Professor an die Hochschule für Musik Stuttgart folgte die Übertragung der Professur für Horn an der Musikhochschule München. Wolfgang Gaag gehörte dem Festspielorchester Bayreuth an, ist Mitglied und Mitbegründer renommierter Kammermusikvereinigungen wie Deutsche Bläsersolisten, GERMAN BRASS, Villa Musica, Odeon-Konzerte. Seine vielseitigen Tätigkeiten als Solist, Orchester- und Kammermusiker führten ihn mit den namhaftesten Musikerpersönlichkeiten in den großen Musikzentren der Welt zusammen.

Zahlreiche Einspielungen für Rundfunk, TV und CD dokumentieren seine Spielkultur und -kunst. In jüngster Zeit richtet Wolfgang Gaag sein Hauptaugenmerk auf das Unterrichten sowie auf Solo- und Kammermusikauftritte. Bei internationalen Meisterkursen, Festivals und Wettbewerben (als Juror), stellt er immer wieder seine außerordentlichen musikalischen, persönlichen und pädagogischen Fähigkeiten unter Beweis.

 
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